Dichtungen mit Sonderzulassungen

Dichtungen mit Sonderzulassungen

Beschreibung

Die Anforderungen an Dichtungen, O-Ringe, Nutringe, Abstreifer, Formteile, Radial-Wellendichtringe etc. haben sich in den vergangenen Jahren deutlich gewandelt.

War es bis zu den neunziger Jahren noch weitgehend üblich schon aus Kostengründen auf Standardwerkstoffe und Standardabmessungen zurück zu greifen, werden heute immer mehr Dichtungen in Sonderwerkstoffen, Sonderbauformen oder Sonderabmessungen eingesetzt.

Die Gründe hierfür sind häufig nicht in den wirklich gestiegenen Prozessanforderungen zu suchen, sondern in den sich ständig ändernden Spezifikationen.

Einige der wichtigsten Anforderungen sind:

  • Die Einhaltung einer Vielzahl von nationalen und internationalen Vorschriften und Verordnungen
  • Hohe Anforderungen an die Beständigkeit gegenüber aggressiven Chemikalien und Reinigungsmethoden (CIP)
  • Hohe Anforderungen Temperaturen und Beständigkeit bei der Dampfsterilisation (SIP)
  • Niedrige Reibung und geringe Verschleißeigenschaften bei Trockenlauf
  • Spezielle Farbvorgaben für die Dichtungen um vorzeitig einen Abrieb von Partikeln im Produkt zu erkennen
  • Einsatz von Metall detektierbaren Werkstoffen
  • Totraumfreie Auslegung der Dichtung und geringe Quellung der eingesetzten Werkstoffe (Hygienic Design)
  • Leicht zu reinigende und und gut sterilisiebare Oberflächen und Geometrien der Dichtungen
  • ADI freie Werkstoffe

Dichtungen mit den oben genannten Spezifikationen werden zum Beispiel in den folgenden Branchen eingesetzt :

  • Biotechnische Industrie
  • Getränke Industrie
  • Kosmetische Industrie
  • Lebensmittel verarbeitende Industrie
  • Pharmazeutische Industrie
  • Trinkwasser Industrie

Um Kosten zu sparen sollten sich Konstrukteure und Betreiber eigentlich eher an den tatsächlichen Anforderungen an die eingesetzten Dichtringe und nicht am technisch machbaren orientieren.

Ein Blick in die  Beständigkeitsliste ist heute nicht mehr ausreichend. Auf Grund der Vielzahl der  Anforderungen bei CIP und SIP Prozessen, ist es erforderlich die Beständigkeit der Dichtungen in der jeweiligen Anwendung im eigenen Hause zu testen.

Von der amerikanischen Behörde Food and Drugs Administration (FDA), wurde eine der heute am meisten von der Industrie einzuhaltenden Regulierungen, eigentlich für den Lebensmittel- und Pharmabereich, definiert und veröffentlicht.

In dieser Regulierung, bekannt als FDA 21 CFR 177….. werden die Inhaltsstoffe und deren maximale Migrationswerte, nach den Kategorien Class 1 (für fettige Lebensmittel) und Class 2 (für wässrige Lebensmittel) unterschieden.

Für Dichtungen und Dichtelemente kommen die nachfolgenden Regulierungen zur Anwendung:

FDA 21 CFR 177.2600 Rubber articles intended for repeated use (Elastomere NBR, FPM, EPDM, MVQ)

FDA 21 CFR 177.2400  Perfluorocarbon cured Elastomers (Perfluorelastomere FFKM)

FDA 21 CFR 177.1550  Perfluorocarbon resins   (PTFE)

FDA 21 CRF 177.1500  Nylon resins (Kunststoffe PTFE/Econol)

FDA 21 CFR 177.1680  Polyurethan resins

Am 13. November 2004 wurde im Amtsblatt der Europäischen Union die Verordnung (EG) Nr. 1935/2004 des Europäischen Parlaments und Rates vom 27. Oktober 2004 über Materialien und Gegenstände , die dazu bestimmt sind, mit Lebensmitteln in Berührung zu kommen veröffentlicht.

Diese ersetzte die bisherigen Richtlinien 80/590/EWG und 80/109/EWG.

In den meisten Anwendungen in der Lebensmittel- und Pharmaindustrie kommen heute Dichtungen aus dem Werkstoff EPDM (Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk) zum Einsatz.

EPDM Ist mit einem Anteil von ca. 70 % der am meisten eingesetzte Werkstoff in der Lebensmittelherstellung und -verarbeitung. Es zeigt eine gute Beständigkeit in Dampf, Heisswasser, Laugen und Säuren. EPDM ist gut geeignet bei CIP Medien (verdünnte Laugen und Säuren mit Reinigungsmitteln) oder SIP Medien (Dampf, Desinfektionsmittel oder oxydierende Medien)

Auszug der von SEALWARE lieferbaren FDA konforme Werkstoffe

NBR       Nitril-Butadien-Kautschuk

H-NBR  Hydrierter Nitril-Butadien-Kautschuk

FPM       Fluor-Kautschuk

EPDM    Ethylen-Proyplen-Dien Kautschuk

FFKM    Per-Fluor-Kautschuk

MVQ     Silikon – Kautschuk

PTFE      Polytetrafluorethylen

Auszug der von SEALWARE lieferbaren FDA konformen und ADI  freie Werkstoffe

NBR       Nitril-Butadien-Kautschuk

FPM       Fluor-Kautschuk

EPDM    Ethylen-Proyplen-Dien Kautschuk

FFKM    Per-Fluor-Kautschuk

MVQ     Silikon – Kautschuk

PTFE      Polytetrafluorethylen

Zur Zeit sind Dichtringe aus FDA konformen und ADI freien Werkstoffen nur in größeren Losgrößen und mit einer längeren Lieferzeit, als Sonderanfertigung lieferbar. Hiervon ausgenommen sind O-Ringe in einigen ADI freien Sondermischungen. Informationen, welche Produkte in welchen FDA konformen und ADI freien Werkstoffen derzeit lieferbar sind, finden Sie künftig direkt auf den einzelnen Produktseiten.

Auszug der von SEALWARE lieferbaren Werkstoffe nach EG Verordnung 1935 / 2004

NBR       Nitril-Butadien-Kautschuk*

H-NBR  Hydrierter Nitril-Butadien-Kautschuk*

FPM       Fluor-Kautschuk*

H-PU     Hydrolysebeständiges Polyurethan (Thermoplastisches Polyurethan)*

MVQ     Silikon – Kautschuk*

PTFE      Polytetrafluorethylen*

*Werkstoffe sind nicht für alle Produkte und in allen Bauformen lieferbar, weitere Informationen zu den Werkstoffen finden Sie in den entsprechenden Datenblättern.

Eine Anfertigung in Kleinserien ist kurzfristig möglich.

Weitere Hinweise zu den jeweils lieferbaren Werkstoffen finden Sie in den Datenblättern der einzelnen Produkte.

Falls das von Ihnen gesuchte Produkte, oder die gewünschte Abmessung noch nicht in unserer Lagerliste vorhanden ist, bitten wir Sie das nachfolgende speziell hierfür erstellte Anfrageformular zu verwenden.

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